Die rund 100 Zuschauer in der “Hölle der Freundschaft” konnten ein wahres Punktefeuerwerk der Baskets in der ersten Halbzeit bewundern. Selten sahen die heimischen Fans eine derart gut aufgelegte Mannschaft. Mit am Ende fast 25 Punkten über dem Durchschnitt der Saison scheint das Team sich in der wichtigsten Phase der Saison langsam zu finden. Am Ende stand ein 91:53 Erfolg der Baskets gegen die BG Aschersleben Tigers 2 auf der Anzeigetafel.

Stefan Stagge "on fire"
Das erste Viertel begann recht ausgeglichen. Beide Teams konnten zunächst immer eine Antwort auf den Gegner finden. Bei den Tigers war es Tobias Münch, der am Brett sein gewohnt gutes Spiel ablieferte (19 Punkte). Er konnte sich immer wieder geschickt gegen die Verteidigung behaupten. Die Baskets trafen indes, ganz im Gegensatz zum letzten Heimspiel, sehr konstant und konnten 25 Punkte bereits im ersten Viertel erzielen. Vor allem Henry Dieringer und Stefan Stagge waren mit jeweils 10 Punkten im ersten Viertel besonders gut aufgelegt und punkteten aus allen Lagen.
Was sich im ersten Viertel andeutete, setzte sich im zweiten Abschnitt fort. Fast jeder Wurf der Baskets war ein Treffer. Jeder Spieler konnte sich bis zur Halbzeit ins Scoreboard eintragen. Der Ball lief locker, leicht und sicher durch die eigenen Reihen. So wurde immer der besser positionierte Spieler gefunden. Ein gutes Beispiel war eine Szene zwischen Benny Passier und Michael “Easy” Heuer. Benny traf einen Angriff zuvor gegen die Zone des Gegners einen seiner 3 erfolgreichen 3-Punktewürfe. Im nächsten Angriff spielten die beiden durch einen einfachen Doppelpass zusammen. ”Easy” hatte schon einen freien Wurf. Jedoch passte er zurück zur “heißen Hand” und Benny versenkte seinen zweiten Dreier. Diese Szene verdeutlicht sehr gut, was die Baskets an diesem Abend auf dem Parket für eine Leistung zeigten. Teamplay wie man es sich vorstellt.

Allrounder Martin Däumler
In der zweiten Halbzeit war es nun interessant, ob sich Trainerfuchs Florian Zillibiller etwas einfallen ließ, um seinen Männern neues Leben einzuhauchen. Die Ascherslebener kamen mit deutlich erhöhter Agressivität aus der Kabine. Dieser Abschnitt sollte der einzige sein, den die Gäste heute für sich entscheiden sollten. Die Baskets konnten die Trefferquote der ersten Halbzeit nicht aufrecht erhalten und erzielten nur 11 Punkte. Die Tigers standen nun besser in der Verteidigung. Sie konnten 8 Punkte des Rückstands wett machen.
Das letzte Viertel begann zunächst recht ausgeglichen, ehe die Baskets mit einem 8-0 Lauf den Wiederstand der BG Aschersleben Tigers brachen. Beide Manschaften wechselten in der Folge noch viel durch. Hier zeigte sich der Unterschied beider Mannschaften. Die Baskets verfügen im Moment über eine tiefe Bank und es kommt nur noch selten zu Einbrüchen im Spiel. Das Trainerduo ist darauf bedacht viel zu wechseln, um immer frische Leute auf dem Parket zu haben. Die Ascherslebener ließen zum Ende ihren Nachwuchskräfte ran, um ein wenig Oberligaerfahrung zu sammeln. Man sieht breits heute, dass die Fusion von Quedlinburg und Aschersleben eine gute Entscheidung war und in Zukunft sicher gute Spieler hervor bringen wird.
Nach diesem Spieltag stehen die Baskets nun endlich auf einem ersehnten Playoff-Tabellenplatz. Jedoch sind alle Teams von Platz 3 bis 7 noch sehr eng beieinander. Jeder von ihnen kann noch das Rennen um die zwei verbleibenden Playoff-Plätze machen, da der USV Halle und BG Magdeburg II wohl schon das Ticket für die Finalspiele gelöst haben.
Für die Baskets spielten: Dieringer (16 Punkte), Heyer (5), Heuer (1), Gärtner (3), Däumler (14), Schneider (12), Weiß (4), Arndt (4), Passier (11), Stagge (19), Wehner (2)
Artikel der MZ: Untergang ohne Gegenwehr
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Tags: 1. Herren, Aschersleben, Oberliga
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